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Kategorien-Archiv: Theater

Junges Studio der Landesbühnen: Bühne frei für Zukunftsforscher und Glücksuchende

05 Freitag Jan 2018

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Projekte, Theater

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Theater-Workshop der Glücksuchenden, 2017 Foto: Claudia Pfeil
Zukunfts-Theaterwerkstatt, 2016 Foto: Martin Reissmann

Anschauen & Mitspielen – Neue Theaterangebote für junge Leute

Wie die Zukunft Radebeuls aussieht und vieles mehr ist Stoff für spannende Aufführungen beim „jungen studio“ der Landesbühnen Sachsen.

Es gibt eine Theater-Werkstatt der Zukunftsforscher und eine der Glückssuchenden. Da stößt ein Forscherteam bei einer Ausgrabung auf ein seltsames Becken und den Namen „Bilz“ und fragt sich, ob es sich hierbei um eine bedeutende Pilzzucht im 20. und 21. Jahrhundert handelt? Mehr solcher Geschichten, ob wahr oder geflunkert zur Historie und Zukunft Radebeuls, sucht und sammelt derzeit das „junge Studio“ der Landesbühnen Sachsen. Das Projekt der „Zukunftsforscher“ startete im Herbst mit bisher fünf Teilnehmern, die sich mittwochs abends ab 17 Uhr im Theater treffen. Es richtet sich an schreib- und spielfreudige Menschen ab 16 Jahren ohne Altersgrenze.

„Die Idee ist, sich mit Radebeul auseinanderzusetzen, indem wir die Stadt neu betrachten und wie ihre Zukunft aussehen könnte“, sagt Johanna Jäger. Letztes Jahr kam sie neu ins Team aus vier Theaterpädagoginnen um den Leiter Steffen Pietsch, der auch als Schauspieler und Regisseur am Haus arbeitet. Durch die Aufstockung um drei Stellen und zwei Bundesfreiwillige kann das 2012 vom neuen Intendanten Manuel Schöbel gegründete „junge studio“ sein Angebot ausweiten. Mittlerweile gibt es sieben Theater-, Film- und Tanz-Werkstätten für Kinder, Teenies, Jugendliche und junge Erwachsene, in denen sie sich im Theaterspiel selbst entdecken und ausprobieren können zusammen mit anderen. Unter dem diesjährigen Spielzeitmotto „Weltreise“ entstehen dazu eigene Aufführungen im „jungen Studio“.

Begleitend zum breiteren Angebot an Kinder- und Jugendtheaterinszenierungen am Haus und Klassenzimmerstücken laden die Theaterpädagoginnen regelmäßig zu Austausch und Workshops mit Schulen ein. Manchmal holen die Theaterleute sich auch Anregungen von Kindern wie beim Science-Fiction-Schattenspiel „Einmal Weltraum und zurück“, das am 3. Februar 2018 Premiere hat. Im Theaterworkshop durften sie Ideen spinnen und ihrer Fantasie freien Lauf lassen während sie Aliens zeichneten und fremde Planeten. „Wir sehen Theater als einen Ort zum Treffen und Möglichkeitsraum außerhalb der Schule für Kinder und Jugendliche, wo sie sich auf andere Weise spielerisch kennenlernen und erleben“, sagt Johanna Jäger. Wegbegleiter zu sein für eine Sekunde in deren Leben, so sieht sie ihre Aufgabe, die sie mit viel Lust und Anspruch und weniger mit theaterpädagogischem Zeigefinger ausübt.

Die Glückswerkstatt für Teilnehmer ab 14 Jahren startet im Januar. „Wir haben auch schon einen Pool aus Jugendlichen und Erwachsenen seit der Inszenierung ,In Gottes eigenem Land`, die sogenannten Comumunity Player, die gern weitermachen wollen und nun zu den Glückssuchern kommen. Ihre Erfahrungen sind die Essenz im Spiel“, sagt Theaterpädagogin Elizabeth Guzy. Neue Interessierte sind in den Theaterwerkstätten des „jungen studio“ immer willkommen.

Am 13. April ist die Premiere des „Radebeuler Bilderbogen – Theater in der Stadt“ an den Landesbühnen und am 8. und  9. Juni eine Werkschau mit Präsentation der Werkstätten des “jungen studio“.

Text (lv)

http://www.landesbuehnen-sachsen.de/junges-studio

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„Wie im Himmel“ an den Landesbühnen Sachsen in Radebeul

31 Sonntag Dez 2017

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Theater

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Hör auf deine Stimme                                

Das Schauspiel von Kay Pollak nach dem gleichnamigen Film ist letztmals am 1. Januar 2018, 19.00 Uhr in einer Inszenierung der Landesbühnen Sachsen zu sehen.

Musik sei immer ein Ausdruck von Liebe oder die Sehnsucht danach, hörte der kleine Daniel Daréus seine Mutter sagen. Als inzwischen weltberühmter Dirigent verzweifelt er an diesem Anspruch, für den er bereit war, alles aufzugeben: seine Gesundheit, soziale Beziehungen, seelisches Gleichgewicht. Auf dem Höhepunkt seiner Karriere erleidet er einen Herzinfarkt und will der Musikwelt den Rücken kehren. Er beschließt, in die Einsamkeit seines Heimatdorfes zu fliehen. Doch die erhoffte Stille währt nicht lange. Die Dorfbewohner überreden ihn, die Leitung des Kirchenchores zu übernehmen. Mit zunehmender Begeisterung stellt er sich dieser Aufgabe, die für ihn nicht Stimmbildung und Gesangstraining bedeutet, sondern mit Zuhören beginnt. Mit seinen unkonventionellen Lehrmethoden lockt er neben den ureigenen Stimmen jedes Sängers auch deren verschüttete Sehnsüchte hervor.

In der Gemeinschaft und im Musizieren jenseits des Erfolgsdrucks findet Daniel Daréus seine Lebensfreude wieder, und seine Chormitglieder werden nicht nur begeisterte Sänger, sondern auch selbstbestimmte Persönlichkeiten. Doch das gefällt nicht jedem im Dorf. Bigotterie, Neid und Unverständnis schlagen ihm immer aggressiver entgegen. Als die Einladung zu einem europaweiten Chorwettbewerb eintrifft, ist sich Daniel nicht sicher, ob er dieser Herausforderung gewachsen ist.

Kay Pollaks gleichnamiger Film avancierte 2005 zu einem der erfolgreichsten schwedischen Streifen aller Zeiten und fand auch in Deutschland ein begeistertes Publikum. Er ist eine Hymne auf die befreiende Kraft der Musik und stellt die uralte Frage nach dem Sinn unseres Daseins.

Die Chorgemeinschaft Radebeul-Lindenau 1895 e.V. wird in der Inszenierung von Stefan Wolfram als Chor einen Auftritt haben. Die musikalische Leitung und Einstudierung hatte Uwe Zimmermann.

BESETZUNG:

Daniel Daréus,Dirigent – Michael Heuser; Lena – Cordula Hanns; Stig Berggren, Pfarrer- Olaf Hörbe; Inger, Stigs Frau – Sophie Lüpfert; Arne – Grian Duesberg; Holmfrid –Thomas Förster; Conny – Moritz Gabriel; Gabrielle, Conys Frau –   Julia Vincze; Siv – Jonas Münchgesang; Tore – Michael Berndt; Erik – Tom Hantschel; Florence – Anke Teickner; Olga – Anneliese Schiffmann

Text: Petra Grubitzsch/LB

http://www.landesbuehnen-sachsen.de

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Das Geheimnis der Liebe – Ein gefühlreicher Bilderreigen in der Galerie Kunst & Eros

30 Samstag Dez 2017

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Musik, Theater

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Der kolumbianische, in Dresden lebende Maler und Grafiker Juan Miguel Restrepo vor seinem Ölbild: „Salome und Jochanaan – Das Geheimnis der Liebe ist größer als das Geheimnis des Todes“. Zu sehen ist es neben Arbeiten weiterer zeitgenössischer Künstler in der derzeitigen Ausstellung in der Galerie Kunst & Eros auf der Hauptstraße 15 in Dresden.

„Morgenlicht“
  „Magdalena“ Frauenakt

Das Geheimnis der Liebe

Sie kann berauschen, beflügeln oder töten. Das Geheimnis der Liebe ist größer als das Geheimnis des Todes, so heißt das Titelbild von Juan Miguel Restrepo in einer neuen Ausstellung der Galerie Kunst & Eros auf der Hauptstraße 15 (in der Kunsthandwerkerpassage). Dort zeigt der kolumbianische, in Dresden lebende Künstler derzeit Malerei und Zeichnungen zusammen mit Arbeiten anderer zeitgenössischer Künstler (noch bis 27. Januar).

Ein gefühlreicher Bilderreigen mit Malerei, Grafik und Plastik von bekannten Künstlern wie Gudrun Trendafilov, Victoria Graf, Manuela Neumann, Veit Hofmann und Uwe Peschel betört die Besucher. Darunter auch lust- und liebevoll bemaltes Porzellan von Janett Noack, Porzellanmalerin und Galeristin. Da schwebt im zweiteiligen Ölbild von Restrepo „Salome und Jochanaan“, das 2017 entstand, eine Frauengestalt in kurzem Blütenkleid in einem luftigem Tanz vor rötlich blauem Himmel, neben ihr das abgeschlagene Haupt des unerreichbaren Geliebten. Ein vieldeutiges Bild über die Macht der Verführung. Ein anderes Bildnis zeigt „Magdalena“ mit einem Totenschädel vor dem Schoß, dem Ursprung des Lebens.

Die zwei Gegenpole Liebe und Tod tauchen oft auf in den Werken von Juan Miguel Restrepo, in denen sich Einflüsse zweier Kontinente aus Europa und Südamerika vereinen und ebenso reizvoll wie eigenwillig antike Mythen und biblische Motive symbolhaft-eindringlich dargestellt sind. Zu sehen sind außerdem feingezeichnete, fast wie klassische Fotografien anmutende Kohlezeichnungen und Aquarelle mit Frauenakten im Gegenlicht. Restrepo malt vorwiegend figürlich im Stil des magischen Realismus, der in Lateinamerika besonders in der Literatur verankert ist. Er lässt sich anregen von der wundersamen Geschichtenwelt eines Garcia-Marquez. Maler wie Goya, Velasquez oder Fernando Botero, der schon hochbetagte und bekannteste Künstler Kolumbiens schätzt er ebenso wie niederländische und deutsche Maler.

In Kolumbien studierte Restrepo (40) von 1996 bis 2002 Architektur an der Universität in Calí, bevor er nach Europa kam, um die Alten Meister und ihre künstlerischen Techniken zu studieren. In Marburg hat er Kunstgeschichte und Bildende Kunst von 2009 bis 2014 studiert. Die Liebe zur Kunst führte ihn und seine Frau auch nach Dresden. Sie arbeitet als Kunsthistorikerin im Grünen Gewölbe und er freischaffend. Die Stadt mit ihrer reichhaltigen Kunstsammlung fasziniert ihn. Andererseits könnte es mehr Räume für zeitgenössische Kunst geben, um die Künstler in der Stadt zu halten, meint Restrepo. Bei den Einheimischen erlebt er im Umgang „eine gewisse Vorsicht und Zurückhaltung.“ Seine offene Art und sein südamerikanisches Temperament helfen ihm aber, auf die Leute zuzugehen, sagt der Künstler verschmitzt lächelnd.

Text + Fotos (lv)

www.kunstunderos.de

Geöffnet: Mo bis Sa 11 – 15 Uhr


Mit viel Charme und Power nahm die Frauenband Youkali bei ihrem Galerieauftritt während des Erotischen Advent das Publikum mit auf eine gefühlreiche Reise mit Liedern der „Goldenen Zwanziger“ und Texten aus dem Zeitroman „Das kunstseidene Mädchen“ von Irmgard Zeun (1932 in Berlin erschienen). Sie sangen und spielten sich im Nu in die Herzen ihrer Zuhörer und sind auf dem besten Wege, ein Glanz zu werden und die Bühnen der Stadt und darüber hinaus zu erobern!
  
Bezaubernd: Sängerin Marie Hänsel und Klarinettistin Tatjana Davis, am Klavier: Elena Schoychet


Galeristin und Porzellanmalerin Janett Noack vor ihren neuen Arbeiten

 

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Magischer Moment: die Gebrüder Grimm und der Wolf im Boulevardtheater

14 Donnerstag Dez 2017

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Lebensart, Theater

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In der Märchenwelt ist der Wolf für alles Böse zuständig. Er wird als gierig und hinterlistig beschrieben. Ob er Rotkäppchen im Wald vom rechten Weg abbringt oder mit verstellter Stimme die sieben Geißlein überlistet, ihnen die Tür zu öffnen, um sie zu fressen… Als die Gebrüder Grimm ihre Märchen aufschrieben, der erste Band der gesammelten Kinder- und Hausmärchen erschien zu Weihnachten 1812, waren die Wölfe aber in Wirklichkeit schon längst ausgerottet. Doch der Mythos und die Magie um den Wolf, sein wildes und zugleich scheues Wesen, das ihn von den Menschen fernhält und zum gefährlichen Außenseiter abstempelt, sind bis heute ungebrochen.

Mit diesem Geheimnis, wie der Wolf denn nun wirklich ist, spielt auch das Stück „Gebrüder Grimm – Am Anfang aller Märchen“ (Buch: Kenny Friedemann, Regie: Olaf Becker), das derzeit erfolgreich im Boulevardtheater Dresden läuft. Es gibt allerdings nur noch Restkarten für die Vorstellungen bis zum 29. Dezember.

Und man traut seinen Augen kaum, steht dort tatsächlich auf einmal ein sehr wolfsähnliches Tier auf der Bühne an der Seite der Märchenbrüder Grimm. Ein ebenso magischer, berührender wie spannender Moment – für die Schauspieler wie für das Publikum. „Wir erzählen eine fiktive Geschichte von der Entstehung der Märchen. In ihnen stößt man immer wieder auf den Wolf, der einst als Krafttier in der heidnischen Kultur galt und später in den Hausmärchen als böse stigmatisiert wurde“, sagt Regisseur Olaf Becker. Die Aufführung greife dieses widersprüchliche Bild vom Wolf und sein Wiedererscheinen in der Natur auf, ohne zu moralisieren. Man wolle ihn weder dämonisieren noch verharmlosen, vielmehr spielerisch unterhaltsam in diesem Adventsmärchen für die ganze Familie Denkanstöße zur Auseinandersetzung mit dem Thema geben.

Einen Wolf auf einer Theaterbühne gab es noch nie. Fündig für das Märchenstück wurde Becker über das Internet bei Tiertrainer Miguel de la Torre (www.filmwoelfe.de) in Hannover, der seine Wölfe für Film- und Fotoaufnahmen zur Verfügung stellt. Ein halbes Jahr vor der Premiere begann die Zusammenarbeit mit vorsichtigem Kennlernen der Tiere bei Castings vor Ort und in Dresden. Die Theaterleute entschieden sich schließlich für die Wolfshündin „Isa“ (10). Äußerlich ist sie mit ihrem grauweißen Fell und gelben Augen kaum von einem echten Wolf zu unterscheiden.

Da Wölfe Rudeltiere sind, kam ein Bühneneinsatz mit längerer Trennung angesichts 30 Vorstellungen im Monat außerdem nicht in Frage. „Echte Wölfe würden gar nicht auf die Bühne gehen ohne mich. Man kann die Tiere auch nicht wirklich dressieren, sondern wenn überhaupt konditionieren“, sagt Miguel de la Torre. Seine Eltern stammen aus Spanien. Er ist Naturwissenschaftler und Informatiker und arbeitet seit acht Jahren als Wolfstrainer mit seinem Unternehmen „Filmwölfe“. Er hat ein Rudel mit derzeit neun Tieren aus eigener Zucht, die von amerikanischen Grau- und Polarwölfen abstammen und schon in rund 200 Produktionen, vom Kinofilm bis zum TV-Tatort-Krimi, vor der Kamera standen. Er möchte „professionelle Bilder von Wölfen und keine Wolfsdouble.“ Auch um Klischees und Vorurteile über die Tiere abzubauen. Eine Mär sei auch das Bild vom Leitwolf. Es gibt eine starke Feh im Wolfsrudel.  Es ist wie im echten Leben, die Frau entscheidet, mit wem sie Nachwuchs bekommt, so Torre.

„Wölfe sind geradlinig und ehrlich. Entweder sie streiten oder mögen sich. Es gibt keine Grauzone“, schätzt Miguel de la Torre an ihnen. Er sieht sich nicht als ihr Anführer, sondern eher wie ein Großvater, als Gönner, der ganz sanft und ruhig mit den Tieren umgeht. „Es ist ein Umgang wie mit Hunden auch, nur mit mehr Vorsicht.“ Er lebt urban mit dem Wolfsrudel südlich von Hannover.

Sein Sohn Mattia (15) begleitet diesmal Wolfshündin „Isa“ vor und nach ihren Auftritten im Boulevardtheater. „Sie geht gern auf die Bühne, weil sie sich wohlfühlt, Leckerlis und Streicheleinheiten bekommt“, so de la Torre. Ein schöner wie ergreifender Moment sei die Begegnung mit der Wolfshündin in jeder Vorstellung, so Regisseur Olaf Becker, und er bekomme überraschend viele Reaktionen von Zuschauern. Diese reichen von „unfassbar“, „fast erstarrt“ bis „faszinierend“. „Alle anderen Darsteller sind neidisch auf die Gebrüder Grimm und verfolgen die Szene gebannt hinter der Bühne auf dem Bildschirm“, erzählt er schmunzelnd. Ein gewisses Kribbeln und Respekt der Schauspieler vor dem Wolfstier sei immer dabei, weiß Regisseur Becker. Daraus entsteht zugleich der Zauber dieses märchenhaft realen, selbstverständlichen Zusammentreffens jedes Mal neu wie es nur das Theater schafft.

Text + Fotos (lv)

Nächste Vorstellungen: 15.12., 18.30 Uhr, 16.12., 15 + 19 Uhr, 17.12., 14 + 18 Uhr


Bei der Probe zum Märchenstück: Tiertrainer Miguel de la Torre und Regisseur Olaf Becker mit Wolfshündin Isa


Magischer Moment: Begegnung mit einem sagenhaften, wunderbaren Tier.
Autorin Lilli Vostry von meinwortgarten.com und Regisseur Olaf Becker.
Fotos (lv, Torre)

http://www.boulevardtheater.de

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Mit viel Humor & Glamour: Weihnachtsdinnershow „Palaishotel“ im Kurländer Palais

07 Donnerstag Dez 2017

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Genießen, Kabarett, Musik, Theater

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Witziges Dinnercabaret mit Hotelbesatzung als Stars

Alles ist vorbereitet für die Show im glamourösen Palaishotel. Gar zu verlockend für die Putzfrau, die in kurzer Blümchenschürze, Schrubber und Eimer schnell noch mal durch den Saal huscht. Und kess mit Kassettenrekorder auf die Bühne steigt und mit Hingabe singt und tanzt: „Welcome to Cabaret…“ Bis sie der witzig-großmäulige Conferencier mit Punkfrisur Matthias Krahnert wegscheucht. Der gebürtige Dresdner ist ein Urgestein der Dinnershows, war künstlerischer Leiter des Clownsmimen-Theaters Salto Vitale in den 1980er Jahren mit Alf Mahlo und Rainer König und der erste verrückte Kellner bei „Pomp, Duck & Circumstance“.

In der neuen, turbulenten Weihnachtsdinnershow „Palaishotel – The Grand
Opening“ im Kurländer Palais nahe der Frauenkirche tritt Krahnert erstmals wieder in Dresden auf. Als Maitre d`hotel kümmert er sich um das werte Publikum. Skurril, lässig und schlagfertig überspielt er das Ausbleiben der angekündigten Stars des Abends, von den im Schneesturm feststeckenden Philharmonikern über den spurlos verschwundenen Zauberer David Copperfield bis zur heiseren Vanessa Mai. Er stichelt gegen angestaubte Tradition und das “Dogma der Bequemlichkeit“ und bringt mit der illustren Hotelbesatzung ein wunderbares Dinnercabaret mit viel Musik, Comedy, Zauberei und graziler Tuch-Akrobatik auf die Bühne.

Allen voran flott swingend, steppend und witzige Poesie vortragend die neue Hoteldirektorin Dr. Witzig, gespielt von Schauspielerin Meike Anna Stock und galant von Liftboy Roberto alias Robert Jentzsch am Klavier begleitet. Als Dienstmädchen und heißer Rockabilly-Feger ist Lisa Hedel zu sehen und mit viel Schwung und Sinnlichkeit begeistert die Trapezkünstlerin Mareike Koch über der Festtafel schwebend.

Ein rundum gelungener, kurzweiliger Abend mit sehr leckerem Menü. Zu erleben noch bis 7. Januar. Es gibt auch zu Silvester eine Vorstellung mit erweitertem, festlichen Menü.

Text + Fotos (lv)

http://www.Palaishotel-Dresden.de

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Premiere „Gebrüder Grimm – Am Anfang aller Märchen“ im Boulevardtheater Dresden

03 Sonntag Dez 2017

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Theater

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Fotos: Boulevardtheater

Witzige Reise mit Örksenknörksen durch die Märchenwunderwelt

Sie verzaubern klein und groß immer wieder aufs Neue. Doch woher kommen eigentlich all die wundervoll verrückten Geschichten? Und was haben Örksenknörkse damit zu tun? Dies erkundet das Stück „Gebrüder Grimm – Am Anfang aller Märchen“.Die Premiere war am Sonnabend im Boulevardtheater Dresden.

Eines Abends, als der Vater vor dem zu Bett gehen dem Kind wieder aus dem dicken alten Märchenbuch vorliest, überrascht es ihn mit der Frage: Woher kannten die Gebrüder Grimm denn die Märchen?!  Haben sie den Froschkönig, Rotkäppchen und den bösen Wolf persönlich getroffen?! Zusammen mit dem Publikum begeben sie sich auf eine fantastische, turbulente und humorvolle Reise ins Märchenland, in dem unglaubliche Dinge geschehen, Träume wahr werden so wie das Leben auch märchenhafte Momente bereithält.

Wenn man die Welt auch als Erwachsener noch mit Kinderaugen sehen, über alles staunen und seiner Fantasie freien Lauf lassen kann. Genau das tun die mal kindlich übermütigen und nachdenklichen Märchenerzähler Jakob (Volkmar Leif Gilbert) und Wilhelm (Jonathan Heck) Grimm. „Alles ist märchenhaft, magisch, aber nicht für alle“, wissen sie ebenso.  Sie und ihre Freunde bezauberten die kleinen und großen Zuschauer mit viel Witz und Herzblut spielend und singend in dieser liebevoll und originell in Szene gesetzten Märchenwunderwelt mit vielen bekannten Details und Anspielungen auf die Wirklichkeit (Buch: Kenny Friedemann, Komposition: Andreas Goldmann, Regie: Olaf Becker). Den Gebrüdern Grimm helfen die Örksenknörkse. Das sind lustige, kobaldartige Wesen, die die Welt bunter und zauberhaft machen. Jeder Mensch hat solch ein Wesen in sich, das ihm Kraft, Freude, Schönheit und Mut gibt, erklärt der grün-zauselige Oberörksenknörks Heinrich (Christian Ludwig).

Bei manchen ist dieses aber fast schon erloschen wie beim gold- und machtbesessenen König (Andreas Köhler) und der gierig, hartherzigen Bürgermeisterin Knolle und Stiefmutter der Gebrüder Grimm (abwechselnd biestig und liebenswürdig verwandelt bis hin zu einem feurigen Tanz mit dem König: Katharina Eirich). Sie sperrt jeden in den Hungerturm, der zauberhafte Dinge kann wie den Müller Käppler, der mit Tieren sprechen kann. Seine Tochter Ruth (Stefanie Bock) vermag in ihrer Not aus Stroh Gold zu spinnen, um den Vater zu befreien. Märchenfiguren wie Froschkönig, Hase und Katze begleiten als kuschlig kulleräugige Stoffpuppen das Geschehen als mitfühlende Freunde und Helfer, und überraschend taucht auch noch ein leibhaftiger, gar nicht böser Wolf auf der Bühne auf, der brav an der Seite der Gebrüder Grimm geht. Zum Schluss ziehen sie mit ihren Träumen und Märchen hinaus in die Welt. Reichlich Beifall gab es für diese versponnen-vergnügte Reise zum Ursprung der Märchen.

Text (lv)

http://www.boulevardtheater.de

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Premiere für Parole Kästner! im Kleinen Haus des Staatsschauspiels Dresden

27 Montag Nov 2017

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Theater

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Fotos: Sebastian Hoppe

Kästners Leben erzählt von einer grandiosen Kinderbande

Mit viel ironischem Witz und Herz blickt die Inszenierung, die gestern abend Premiere im Kleinen Haus des Staatsschauspiels Dresden hatte, auf Leben und Werk des bekannten Dresdner Schriftstellers und meistübersetzten deutschen Kinderbuchautors und die Stadt seiner Kindheit einst und heute.

Ein halbes Jahrhundert ist es nun her, dass er ein kleiner Junger war. Was ist aus Dresden, der Stadt seines weltberühmten Kindheitsromans geworden? Wie sah Erich Kästner sich selbst als Mensch und Künstler und andere ihn, die „literarische Ikone dieser Stadt“? Das beeindruckend vielschichtige Leben und Werk des Schriftstellers, Drehbuchautors, Lyrikers, Feuilletonisten, Humoristen und Moralisten, Womenizers und großen Kinderseelenkenners holt die spannend-bilderreiche Inszenierung „Parole Kästner!“ auf die Bühne. Die Premiere war am Sonntagabend im Kleinen Haus des Staatsschauspiels Dresden.

Der Text zu dieser politischen Kästner-Revue entstand während der Probenarbeit, es gibt reichlich Selbstaussagen und bekannte Zitate von ihm wie „Es gibt nichts Gutes, außer: Man tut es“ oder „Das Leben ist immer lebensgefährlich“ und es flossen Auskünfte aus der Kästner-Biografie „Keiner blickt dir hinter das Gesicht“ von Sven Hanuschek in die Aufführung unter Regie von Jan-Christoph Gockel ein. Angeführt von einer quirlig quasselnden Kinderbande tauchen die Zuschauer knapp zwei Stunden in Leben und Werk Erich Kästners ein, gespielt von Matthias Reichwald in grandiosem Zusammenspiel. Die sechs Kinderdarsteller treten wie kleine Erwachsene auf und halten ihnen zugleich den Spiegel vor, zusammen „Auf Erich!“ ihr Idol anstoßend. Mal aufmerksam zuhörend, mal wild durcheinander redend, humorvoll, berührend, beklemmend, eindringlich und nachdenklich blicken sie gemeinsam auf die Geschichte und Gegenwart Dresdens.

Mit der Kinderbande hangelt Reichwald als Kästner mal unbeschwert als großes Kind im Matrosenanzug an der Kletterstange, liest er ihnen anrührend und ein wenig lehrerhaft aus seinen Kinderbüchern vor. Streiten die Eltern unterm Tannenbaum und überbieten sich mit ihren Geschenken, leidet Kästner unter der ewigen Rolle als „Musterknabe“ für seine stets besorgte Mutter. Wie ein Reiseführer, stolz, aber nicht verklärend blickt er mit Ironie und Wehmut auf das alte Dresden, in dem die Kinder unter Leuchtlaternen in zuckersüß opulenten Kostümen barocker Bauwerke (Ausstattung: Sophie du Vinage) umher wandeln, die Zwingerdame und die orientalische Yenidze im schwarzen Kleid und Kopftuch einander umarmen demonstrativ, in einem Seitenhieb auf provinziellen Kleingeist – mit Szenenbeifall vom Publikum. Da wechseln schnelllebiges Großstadtleben zu Songs wie „Sachliche Romanze“ und Textpassagen aus „Fabian“, beschreibt Kästner soziales Elend und vergnügt sich mit wechselnden Damen zu Charleston- und Swingklängen und holen ihn Albträume mit Erinnerungen aus zwei Weltkriegen ein, die Bücherverbrennung auch seiner Werke und spätere Wut, nur still die Faust geballt zu haben. Da fahren Panzer auf der Bühne umher, hängen besitzerlose Schuhe gespenstig an Seilen und stehen die Kinder in braunen Uniformen mit Hitlergruß am Bühnenrand, herrscht minutenlang quälendes Schweigen im Saal und nehmen sie die Arme erst herunter als sie schmerzen.

Am Ende sitzt der alte Kästner einsam da, staubbedeckt Kopf und Anzug und zieht Lebensbilanz, weniger auf die weltverbessernde Wirkung von Literatur als auf menschliche Größe hoffend: „Wer die Menschen ändern will, der beginne bei sich selbst und höre bei sich wieder damit auf…“ Reichlich Beifall für einen lebenssprudelnden Theaterabend mit den unverändert, zeitlos zu Herzen gehenden Texten Kästners.

Text (lv)

http://www.staatsschauspiel-dresden.de

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Premiere – Die Goldene Gans oder Was wirklich kleben bleibt an den Landesbühnen

23 Donnerstag Nov 2017

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Musik, Theater

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Gans viel Glanz

Das Märchen mit Musik für die ganze Familie von Peter Kube nach den Brüdern Grimm und Musik von Jörg Kandl (ab 5 Jahre) hat am 30. November, um 10 Uhr in den Landesbühnen Sachsen Radebeul Premiere.

Zum Golde drängt doch alles, selbst wenn es nur ein goldiges Federvieh ist. Frei nach den Brüdern Grimm erleben wir die Geschichte vom gutherzigen «Dummling» Klaus (Felix Lydike) , der von seinen Brüdern Kunz (Johannes Krobbach) und Franz ( Grian Duisberg) in der familieneigenen Schusterwerkstatt alle anstehenden Arbeiten zu erledigen hat, während seine Brüder über ihre nahe Zukunft als steinreiche Männer phantasieren.

Aber auch Klaus hat einen Traum: Er fertigt in seiner knappen Freizeit feine schöne Tanzschuhe für ein Mädchen, in welches er sich irgendwann einmal über beide Ohren verlieben wird. Darüber können seine Brüder nur lachen und überhäufen ihn mit weiteren Arbeiten. Doch wie im Märchen üblich, entpuppt sich der vermeintlich Dumme am Ende als der eigentlich Weise. Klaus teilt im Wald mit einer alten Frau, welche eine Hexe ist, seine karge Wegzehrung und entdeckt zur Belohnung dafür eine Goldene Gans unter einem Baumstumpf.

Die Gans ist von magischer Anziehungskraft, so dass Bauern, Wirtstöchter und selbst der Pfarrer an ihr kleben bleiben. Klaus trägt die Goldene Gans mit der gierigen Gesellschaft im Schlepptau ins Schloss, wo die traurige Prinzessin ( Cordula Hanns) darauf wartet, zum Lachen gebracht zu werden. Der König und sein Haushofmeister versprechen als Belohnung dafür, dass die Prinzessin endlich einmal lacht, ein halbes Königreich und eine ganze Prinzessin!

Text: Petra Grubitzsch, LB

Regie: Peter Kube; Ausstattung: Ulrike Kunze

Darsteller:
Klaus – Felix Lydike; Kunz -Johannes Krobbach; Franz – Grian Duesberg; Trude – Sandra Maria Huimann; Käthe – Julia Vincze;  Pfarrer  – Thomas Förster; König – Tom Hantschel; Prinzessin – Cordula Hanns; Haushofmeister – Michael Berndt-Cananá; Alte – Anke Teickner

Premiere war auf der Felsenbühne Rathen am Sonnabend 13. Mai 2017, 16.00 Uhr

Weitere Termine

  1. + 8.12.2017, 10:00 Uhr, LB Radebeul; 2.12.2017, 16:00 Uhr, Freital Kulturhaus

Informationen und Tickets, Kasse der Landesbühnen Sachsen GmbH,  Meißner Str. 152, 01445 Radebeul; Tel. 0351/ 89 54 214, Fax 0351/ 89 54 213, www.landesbuehnen-sachsen.de

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Premiere „Der aufhaltsame Aufstieg des Arturo Ui“ an den Landesbühnen in Radebeul

21 Dienstag Nov 2017

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Theater

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Zeitloser Politthriller über die Mechanismen der Macht

Das Stück „Der aufhaltsame Aufstieg des Arturo Ui“ von Bertolt Brecht, 1941 im finnischen Exil geschrieben, hat am 25. November, um 19 Uhr an den Landesbühnen Sachsen in Radebeul Premiere.

Am 10. Februar 1898 , fast  genau vor 120 Jahren wurde in Augsburg Bertolt Brecht geboren. In Radebeul steht ab Ende November deshalb das 1958 uraufgeführte Stück vom „Aufhaltsamen Aufstieg des Arturo Ui“ im Spielplan.

Rezession, Inflation und Reformstau lähmen das Land. Nullwachstum ist angesagt. Großunternehmen stehen vor dem Aus. Die Regierung lehnt Finanzspritzen zur Ankurbelung der Wirtschaft ab. Trotz dieser angespannten Lage zeichnen – auf einem Empfang der mittelständischen Industrie – leitende Herren des Karfiol-Trusts den Regierungschef, in Würdigung seiner langjährigen Verdienste, mit der Aktienmehrheit einer Reederei und einem kleinen Haus am See aus. Wenige Tage später dringen Gerüchte von einem Bestechungsskandal ungeahnten Ausmaßes an die Öffentlichkeit. Im Gegenzug der Ehrung sollen Anleihen für den Trust in Millionenhöhe geflossen sein, die in dunklen Kanälen versickerten. Ein unabhängiger Untersuchungsausschuss nimmt die Arbeit auf.

Überraschend ergreift der weitgehend unbekannte Geschäftsmann Arturo Ui die Partei des angeschlagenen Staatsoberhaupts. Ein Hauptbelastungszeuge begeht im Zuge der Ermittlungen Selbstmord, ein anderer wird unmittelbar vor der Aussage erschossen. Mangels weiterer Beweise wird die Untersuchung eingestellt. Der Regierungschef reicht seinem Retter die Hand. So legitimiert, garantiert Ui den Unternehmern gegen ein Schutzgeld immerwährende Sicherheit und den Weg aus der Krise. Da legt ein gesichtsloser Feind die Dockanlagen der Stadt in Schutt und Asche. Arturo schwört Rache, auch den Feinden in den eigenen Reihen. Und er hält Wort. Denn nichts geht über den Glauben und das Vertrauen an ihn und die Sache. Dieser Glaube gibt Arturo auch die Zuversicht, andere Länder von seinem Weg zu überzeugen.

1941, im finnischen Exil, schrieb Brecht diesen Politthriller aller erster Güte, darüber wie Korruption und kriminelle Verquickungen von Wirtschaft, Politik und Medien Menschen an die Macht spülen, die die Welt in Angst und Schrecken versetzen.

Die Inszenierung liegt in den Händen von Peter Kube, die Ausstattung hat Stefan Wiel übernommen.

Text: Petra Grubitzsch/LB

Darsteller: Giri, Flake – Marcus Staiger ; Clark, Verteidiger – Felix Lydike ; Butcher, Richter –Johannes Krobbach ; Sheet, Bowl, Givola –  Grian Duesberg ; Dogsborough, Ankläger – Tom Hantschel ; Fish, Inna – Luca Lehnert; Dockdaisy, O’Casey, Hook – Julia Vincze ; Ted Ragg, Betty – Sandra Maria Huimann ; Ui –  Michael Berndt-Cananá; Roma – Sebastian Reusse ; Goodwill, Dullfeet –  Michael Heuser ; Schauspieler – Matthias Henkel

Nächste Termine:

26.11.2017, 19:00 Uhr;  30.12.2017, 19:30 Uhr;  5.1. + 13.1.2018, 19.30 Uhr;
26.1., 20 Uhr und  3.3., 19:30 Uhr

Zum Stückautor:

Bertolt Brecht wurde am 10. Februar 1898 in Augsburg geboren und starb am 14. August 1956 in Berlin. Von 1917 bis 1918 studierte er an der Ludwig-Maximilians-Universität München Naturwissenschaften, Medizin und Literatur. Sein Studium musste er allerdings bereits im Jahr 1918 unterbrechen, da er in einem Augsburger Lazarett als Sanitätssoldat eingesetzt wurde. Bereits während seines Studiums begann Brecht Theaterstücke zu schreiben. Ab 1922 arbeitete er als Dramaturg an den Münchener Kammerspielen. Von 1924 bis 1926 war er Regisseur an Max Reinhardts Deutschem Theater in Berlin. 1933 verließ Brecht mit seiner Familie und Freunden Berlin und flüchtete über Prag, Wien und Zürich nach Dänemark, später nach Schweden, Finnland und in die USA. Neben Dramen schrieb Brecht auch Beiträge für mehrere Emigrantenzeitschriften in Prag, Paris und Amsterdam. 1948 kehrte er aus dem Exil nach Berlin zurück, wo er bis zu seinem Tod als Autor und Regisseur tätig war.

Gangsterspektakel in 17 Bildern

Uraufführung: Staatstheater Stuttgart 10.11.1958,  Regie: Peter Palitzsch

SYNOPSE Dieses Theaterstück, 1941 in der Emigration entstanden, zeigt den Aufstieg Hitlers zur Macht bis zum Jahre 1938. Die NS-Großfunktionäre erscheinen als Chicagoer Gangster und reden in den glatten Jamben des deutschen klassischen Dramas. Durch die doppelte Verfremdung werden die Ereignisse jener Jahre erkennbar nicht als schicksalhaftes Verhängnis, sondern als die Konsequenz der herrschenden Verhältnisse: Faschismus ist die noch immer mögliche Fortsetzung der Geschäfte mit anderen Mitteln.

Aus: Suhrkamp Theater  Verlag

Auskünfte und Kartenverkauf:  Kasse der Landesbühnen Sachsen GmbH, Meißner Str. 152, 01445 Radebeul, Tel. 0351/ 89 54 214, Fax 0351/ 89 54 213, www.landesbuehnen-sachsen.de

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„Geschichte einer Tigerin“ an den Landesbühnen

21 Dienstag Nov 2017

Posted by Lilli Vostry in Aktuelles, Theater

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Die Inszenierung „Geschichte einer Tigerin“, eine Farce von Dario Fo, unter Regie von Susanne Ebert ist wieder am 24. November, um 19.30 Uhr auf der Studiobühne der Landesbühnen Sachsen in Radebeul zu sehen.

Es ist die schier unglaubliche Geschichte vom Soldaten – gespielt von Moritz Gabriel -, der, schwer verwundet, von einer Tigerin genährt und wieder aufgepäppelt wird, sich mit ihr und ihrem Jungen in einer Art Patchwork-Familie arrangiert und schließlich wieder in seinem Dorf ankommt. Doch auch hier hilft ihm die Tigerin erneut, sich gegen Feinde von außen und eine selbstgefällige Bürokratie von innen tierisch mutig zu widersetzen. Ein Meisterwerk des komischen Stegreifspiels!

Text: Petra Grubitzsch/LB

„Was Moritz Gabriel in diesem Solo anstellt, ist witzig, kraftvoll und schlichtweg großartig. Wie er ratzfatz zwischen Tiger und Mensch wechselt, brummt, springt, miaut, bibbert.“

Sächsische Zeitung  am 17.11.2016

 

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Lilli Vostry

Ich bin als Freie Journalistin (Wort/Foto) seit 1992 in Dresden tätig. Schreibe für Tageszeitungen und Monatsmagazine vor allem Beiträge über Bildende Kunst, Theater, soziale Projekte und Zwischenmenschliches. Außerdem Lyrik und Kurzprosa. Bisher vier BilderGedichtKalender zusammen mit Künstlern veröffentlicht. Fernstudium Literarisches Schreiben im Herbst 2022 erfolgreich abgeschlossen, Schriftstellerdiplom. Kindheitstraum erfüllt. Fotografiere gern Menschen, Landschaften, besondere Momente.

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